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Letzte Aktualisierung am 19.02.2010

Sri Lanka

Sri Lanka

Im Dezember 2003 war unser Reiseziel Sri Lanka. 3 Wochen über Silvester ging es für uns nach Koggala, im Süden von Sri Lanka. Ein Jahr später wurde das Land vom Tsunami getroffen und viele Menschen verloren dabei ihr Leben. 2007 haben Freunde von uns das Land wieder besucht und waren an den gleichen Orten, die wir damals besucht haben und haben Fotos nach dem Wiederaufbau mitgebracht. Daher können wir diesen Reisebericht ergänzen, mit aktuellen Informationen und Bildern.

Sri Lanka Map

Los ging es für uns am 29.12.2003 ab München mit der LTU direkt nach Colombo. Ankunft in Colombo war 10:30 Uhr Ortszeit. Von Colombo ging es weiter mit einem Kleinbus nach Koggala. Koggala ist von Colombo ca. 130 km entfernt, klingt nicht viel, aber für diese Strecke brauchte der Bus immerhin knapp 5 Stunden. Wenn man diese Strecke selber gefahren ist, versteht man auch warum die Fahrt so lange dauert. Auf dieser Strasse ist alles unterwegs, was von der Hauptstadt Colombo in den Süden möchte, vom LKW bis zum Bus, vom Motorrad bis zum Fahrrad und vom Fußgänger bis zum Ochsenkarren und das alles auf einmal. Wenn man nach einem 10 stündigen Flug und dieser Busfahrt dann im Süden angekommen ist, will man eigentlich nur noch eins, nein nicht schlafen sondern Baden im Indischen Ozean.

Hotel Koggala Beach

Unser Hotel in Koggala war das 3 Sterne Koggala Beach, direkt am Strand. Für Infos und Bilder vom Hotel, klickt einfach auf das Bild.

Um sich mit der Umgebung des Hotels etwas vertraut zu machen, haben wir einen Ausflug gebucht mit dem Inhalt Land und Leute. Als Guide fungierte ein Sri Lankaner, der früher für die TUI gearbeitet hat. Bezahlt haben wir für diese Tages Tour 50 Euro für 2 Personen. Darin enthalten war die Tour, Kanu Fahrt auf dem Koggala See, Zugfahrt von Galle nach Koggala, Glasboden Boot Fahrt in Unawatuna, Besuch einer Kautschuk Plantage, einer Zimtöl Brennerei, einer Edelstein Mine und Abends einer Grillparty am Strand vom Feinsten, inclusive Live Musik und Rückfahrt zum Hotel. Wir können diese Tour nur empfehlen, man sieht viel von der Umgebung und muss die ein oder andere Herausforderung auch selber meistern, zum Beispiel den Kauf einer Zugfahrkarte oder das einkaufen von Obst auf dem Markt, dabei ging es vor allem darum, so viel wie möglich zu bekommen für 10 Rupien. Mit dabei ist auch ein Besuch des Ananda Gewürzgarten am Koggala See.

Land und Leute

Ausflugstip!

Schlangenfarm

Schlangenfarm

Für den kleinen Nervenkitzel zwischendurch können wir Euch diesen Ausflug sehr empfehlen. Es handelt sich um eine Schlangenfarm, die von einem Sri Lankaner geführt wird, der Gegengifte herstellt und noch so mancherlei andere Sachen. So nah kommt man nie wieder an eine Königscobra oder grüne Mamba ran, aber Vorsicht, auch wenn man eine Schlange auf die Schulter gelegt bekommt, ein gewisses Kribbeln bleibt immer. Einfach links die Visitenkarte ausdrucken und hinfahren lassen. Vom Hotel ist die Snake-Farm etwa 30 Minuten entfernt.

Visitenkarte zum ausdrucken für den TUK TUK Fahrer

Schildkröten, Warane und .....

Gallerie Tiere

Nun kommt sicher die Frage auf, gibt es die Schlangen überall? So viel sei gesagt, sicher gibt es Schlangen, Spinnen, Vögel, Elefanten und anderes mehr an freilebenden Tieren in Sri Lanka, aber man muss schon viel Glück haben, wenn diese einem direkt über den Weg laufen. Schlangen haben wir am Strand auch gesehen, aber meist nur die harmlosen Braunschlangen, kleinere Echsen sieht man schon öfters und auch frei lebende Warane oder Affen haben wir beobachten können. Bei den grösseren Echsen oder Waranen sollte man schon etwas vorsichtiger sein, vor allem bei Waranen sind die Bisse sehr schmerzhaft und heilen vor allem sehr schwer, aber zur Beruhigung muss man an dieser Stelle auch sagen, man sieht sie auch sehr selten und dann meist nur aus der Ferne.

Mehr Glück hat man mit den Schildkröten die nachts ihre Eier am Strand ablegen. Schildkröten stehen in Sri Lanka unter strengem Schutz und es gibt viele Aufzuchtstationen, deren Mitarbeiter diese Schildkrötengelege kennzeichnen und schützen. Da man genau weiss, wann die Eier abgelegt wurden, kann man sehr genau voraus berechnen, wann die Schildkröten aus den Eiern krabbeln. Auf jeden Fall ist es super spannend, wenn man dabei zuschauen kann. Die Mitarbeiter der Station buddeln dann die Eier aus dem Sand und je nach Station werden die kleinen Schildkröten sofort ins Meer gesetzt oder sie bleiben noch einige Tage in den Becken der Station. Meist kann man selber einige kleine Schildkröten zum Strand bringen und dann dort am Strand absetzen, damit sie ihren Weg zum Meer finden.

Gallerie Schildkröten

Unawatuna Diving Center

Unawatuna Diving Karte

In Koggala gibt es keine Tauchbasis in Hotelnähe, daher haben wir uns für das Unawatuna Diving Center entschieden. Unawatuna erreicht man vom Hotel in Kogalla mit dem TUK TUK in etwa 10 Minuten. Unser Stamm TUK TUK Fahrer hat uns früh hingebracht und dann je nach Vereinbarung abends wieder abgeholt. Das Unawatuna Diving Center können wir auf jeden Fall empfehlen, nette Crew, schöne Umgebung und man geht auch auf die Wünsche der Taucher ein. Nichttaucher können in der Zwischenzeit am schönen Strand von Unawatuna relaxen, Langeweile kommt da sicher nicht auf. Auf der WEB Site vom Unawatuna Diving Center findet Ihr alle Infos rund ums Tauchen, die Adresse und Telefonnummer seht Ihr links auf der Visitenkarte. Für Bilder einfach auf die Visitenkarte klicken!


2-Tages Tour in das Hochland von Sri Lanka

Natürlich wollten wir noch etwas mehr von Sri Lanka sehen als nur die nähere Umgebung. Da wir keine Freunde von grossen Reisegruppen sind, haben wir uns etwas umgehört und sind wieder auf einen Sri Lankaner getroffen, der uns eine individuelle Tour zusammengestellt hat, nur für uns Beide allein. Wir hatten eine klimatisierte Limousine mit Fahrer und einen englisch sprechenden Guide. Los ging es früh um 5 Uhr erst mal nach Colombo wo die Formalitäten erledigt wurden. Von Colombo ging es dann in Richtung Kandy in das Hochland von Sri Lanka. Unterwegs gab es immer wieder Fotostops und unser Guide zeigte uns Sachen, die wir selber ganz sicher übersehen hätten. Stops gab es an wunderschönen Hindu Tempeln, an Wasserfällen oder einfach am Strassenrand um freilebende Affenherden zu beobachten, echt Klasse.

Hochland

Erste Station auf dem Weg nach Kandy war das Elefantenwaisenhaus in Pinnawela. Man sollte unbedingt am Vormittag dort ankommen, da mittags die Elefanten gefüttert werden. Unser Guide hatte sehr gute Bekannte dort, so das wir auch aktiv mitmachen konnten und einem Babyelefanten die Flasche reichen durften. Das Gelände ist sehr gross und hat unzählige Elefanten, die teils Arbeitselefanten waren und hier im Alter gepflegt werden, aber auch Elefanten, die angeschossen wurden oder krank sind und hier gesund gepflegt werden. So nah wie hier, kommt man sonst nie an diese Tiere ran. Der Höhepunkt ist dann nach dem füttern angesagt, dann marschieren alle Elefanten durch das Dorf zum Fluss wo ausgiebig gebadet wird. Da gibt es natürlich manches Erlebnis, wenn zum Beispiel ein Elefant versucht eine auf dem Weg liegende Kneipe zu besuchen. Wenn man die Bilder sieht, denke ich wird man verstehen, dass der Besuch des Elefantenwaisenhauses in Pinnawela ein absolutes Muss ist.

Elefantenwaisenhaus Pinnawela

Botanischer Garten Peradeniya

Auf der Weiterfahrt besuchten wir dann den Botanischen Garten in Peradeniya, der bereits zur Regierungszeit der singhalesischen Könige angelegt wurde. Für diesen Garten haben viele Regierungschefs dieser Welt einen Baum oder eine Pflanze beigesteuert, die teilweise gigantische Ausmaße besitzen. Die Anlage ist eine der gepflegtesten die wir bisher gesehen haben und man sollte auf jeden Fall mindestens 2 Stunden Zeit einplanen. Ebenfalls in diesem Garten findet man einen Kräutergarten und eine sehr schöne Orchideenzucht. In den Bäumen findet man am Tag Tausende von schlafenden Flughunden, die bei Einbruch der Dämmerung auf Jagd gehen und wenn man dieses Spektakel beobachten kann, das vergisst man so schnell nicht wieder, irgendwie wird man doch an diverse Filme erinnert die alle samt mit Graf Dracula zu tun hatten, aber keine Angst, die Tiere kommen einem nicht zu Nahe.

Kandy Dance

Nach Ankunft in Kandy geht es erst einmal ins Kulturzentrum zu den Kandy-Tänzern, die ursprünglich im Zahntempel von Kandy aufgetreten sind. Nun erfreuen sie im Kulturzentrum von Kandy die Besucher mit ceylonesischer Folklore, einem bunten Schauspiel aus Tänzen, Musik, Feuershow und Gesang. Die Tänze sind teils traditionell und teils rituell und dienen auch zum Schutz vor bösen Einflüssen und zur Heilung spezieller Krankheiten. Den Abschluß der Show bildet der Feuerlauf, der auf eine Saga von Rama und Sita zurückgeht. Die Feuerläufer erbeten sich vor dem Feuerlauf den göttlichen Segen von Kataragama und der Göttin Pattini. Auf jeden Fall ist die Darbietung eine gute Einstimmung für den anschliessenden Besuch des Zahntempels in Kandy.

Der Höhepunkt dieser Tour ist zweifelsfrei Kandy, gilt sie doch als die schönste Stadt Sri Lankas. Ein Muss in Kandy ist auf jeden Fall der Besuch des Zahntempels, in dem ein Eckzahn Buddhas in einem reich verzierten Schrein aufbewahrt wird. Er stellt das heiligste aller buddhistischen Pilgerziele der Insel dar. Täglich werden morgens und Abends Zeremonien abgehalten zur Verehrung der Reliquie. Schon wenn man in die Nähe des Tempels kommt, kann man die Trommeln hören, die ununterbrochen geschlagen werden. Bevor man den Tempel betreten darf, müssen die Schuhe abgegeben werden. Im Inneren findet man wunderschöne Räume mit farbenfrohen Motiven der buddhistischen Religion und wenn man Glück hat, kann man auch einen Blick auf den Schrein werfen, der den Zahn Buddhas beinhalten soll, dieser steht nämlich in einem abgeschlossenem Raum zu dem nur Buddhisten Zutritt haben. 2 bis 3 Stunden sollte man sich für den Tempel Zeit nehmen.

Zahntempel Kandy

Teefabrik

Am zweiten Tag ging es früh weiter ins Hochland von Sri Lanka mit seinem kühlen Klima und üppiger Vegetation. Dazu natürlich das, was Sri Lanka so berühmt macht, Tee und Teeplantagen also der Ceylon Tea. Beim Besuch einer Teefabrik kann man die Ernte des Tees und die Weiterverarbeitung verfolgen und natürlich gibt es auch eine Tasse Tee zum Verkosten und den trinkt man mit ganz besonderem Genuss, denn hier sieht man auch, das Tee grundsätzlich mit der Hand gepflückt wird und nur Frauen diese Arbeit ausführen. Natürlich kann man im angeschlossenen Shop auch Tee kaufen in jeder Qualität und in verschiedenen Abpackungen, preiswerter bekommt man den nirgends, also unbedingt nutzen, vor allem auch super gut geeignet als Mitbringsel für alle zu Hause.

Nach dem Besuch der Teefabrik geht es dann nach Nuwara Eliya auf ca. 1890 Meter Höhe. Früher war das der beliebteste Erholungsort der Engländer während der Kolonialzeit. Nach einem kleinen Stadtrundgang geht es dann wieder zurück in Richtung Küste. Der Weg ist ziemlich lang aber die Strecke ist wunderschön, vorbei an Wasserfällen, durch kleine Ortschaften und durch unberührte Natur. Mit etwas Glück sieht man auch noch frei lebende Elefanten oder fliegende Pfaue, kleine Affenherden und natürlich endlos viel Grün. Unser Guide hatte ein gutes Auge und ein gutes Gefühl, wann es sich lohnt einen Stop zum Fotografieren einzulegen. Wenn man in einem Dorf anhält ist man sofort umringt von Kindern, die sich immer über ein kleines Geschenk freuen, das sollte aber kein Geld sein, sondern nützliche Dinge wie Buntstifte, Zettelblöcke oder andere Kleinigkeiten für die Schule, also schon vor der Reise nach Sri Lanka dran denken und etwas mitnehmen, strahlende Kinderaugen sind dann der Dank.

Sonnenuntergang in Koggala

Man könnte an dieser Stelle noch viel mehr berichten über Sri Lanka, aber dazu war unsere Zeit dort viel zu kurz. Wir werden ganz sicher noch einmal hin reisen, vielleicht haben wir dann mehr Zeit für Ayurveda oder für den Udawalawe Nationalpark an der Ostküste oder für Sightseeing in Colombo oder eine Kombination auf die Malediven oder eine Wildwasserfahrt mit dem Schlauchboot oder einfach nur zum Erholen, eins steht fest, wir kommen wieder nach Sri Lanka.

Ayubowan in Sri Lanka


Ein ganz herzliches Dankeschön an unsere Freunde Andre und Rita, die uns viele aktuelle Fotos für diese Seite zur Verfügung gestellt haben, damit wir diesen Reisebericht so aktuell wie möglich gestalten konnten.